Trainbuk

Dienstag, November 13, 2007

Mustermanns Matrix

Dir, unglückseliger kleiner Max, sei hiermit im Vertrauen geflüstert, dass diese Welt in Wirklichkeit gar nicht aus tumb grinsenden Erwachsenen besteht.

Na ja, zumindest nicht ausschließlich.

Sonntag, November 11, 2007

Big Sister

Liebe Frau Zypries,

ich erwarte übrigens unaufgeforderte monatliche Berichte seitens der für mich zuständigen Dienste und / oder sonstigen Ermittlungsbehörden, in denen meine Telefon-, Internet- und Handyrechnungen von Amts wegen auf ihre sachliche und rechnerische Richtigkeit geprüft werden und gegebenenfalls um Sachstandsmitteilung wie man meinen gierigen Telekommunikationsvertragspartnern in den Hintern zu treten gedenkt. Vorab dankbar verbleibend,

Ihr Trainbuk

Montag, November 05, 2007

Power to the people

Dürfte wohl die Erfolgsaussichten so vieler schöner Menschenideen haben. Nichtsdestotrotz: Eine schöne Idee!

Donnerstag, November 01, 2007

Omerta IT

Was tut nun also dieser gerade von seiner IT-Aversion genesene Mann? Er blättert wieder in diversen Zeitschriften und schaut dann traurig in seinen Rechner, leiser Hoffnung seine heißen Tränen möchten einen Kurzschluss verursachen, damit er zum Weibe gehen könnte, zu sprechen: „Schau, Weib, alles kaputt, alles alter Schrott. Ich hol schnell billig etwas Neues beim Lidl.“ Aber der bedauernswerte Mann ist mit seiner vernarbten Seele des Weinens nicht mehr mächtig und so bleibt alles da drinnen ganz schrecklich heil und Bioshock ungekürzt und unberührt in der Schublade.

Was soll dieser Mann also tun? Lügen! Betrügen! Schweigen! Natürlich!

„Liebste“, muss er sagen, „Liebste, ich habe mir gedacht, ich baue dem Jungen aus meinen Technikabfällen einen neuen Rechner. Mit Liebe und ein paar zusätzlichen Teilen nicht erwähnenswerter unverbindlicher Preisempfehlung und so.“ Dann tut er das, 2 Tage und 2 Nächte lang und wird dafür als Big Daddy am dritten von allen geherzt und gedrückt.

Über die ganze Geschichte, die Definition von „Technikabfall“, warum er entstand und wie die Lücken, die sich urplötzlich in seinem Rechner auftaten, letztlich gefüllt wurden, hüllt er sich freilich in Schweigen, denn er weíß: Beträge in dreistelliger Höhe gibt man nur für Metallteile aus, die man um den Hals hängen kann. Man schmiert keine klebrigen grauen Pasten darauf, um sie hernach vor dem Tageslicht zu verstecken. So schweigt, Brüder! Denn alle von uns wollen sich irgendwann an Länge und Gewicht einer 8800 ergötzen dürfen. Technik kostet nichts! Nichts! Niemals!

Ich hasse Dich nicht

Natürlich nicht, ich war nur kurz mal weg. So, nachdem wir das jetzt auch klargestellt hätten - wer den Alten am Sonntagskaffeetisch immer brav zugehört hat, weiß natürlich, dass man dem Ausgezehrten nicht sofort ein saftiges Steak vorsetzen darf, sondern ihn erst mit wässrigen lauwarmen Suppenportionen wieder an die regelmäßige Nahrungsaufnahme gewöhnen muss; ja, um der Tragik zu entgehen, dass delikate Rinderteilchen das vollbringen, was viele vom Menschen erdachte Hässlichkeiten zuvor nicht vermochten. Halt! Bevor die Besserwisser nun Luft holen können um polemisch einzuwerfen, das sei im Grunde ja alles eine Mär und nur darauf zurückzuführen, dass saftige Rindersteaks zu besagter Zeit den Wert eines Kleinwagens hatten, weswegen man sie aus Prinzip nicht teilen mochte, findet die kleine Einführung hier ihr jähes Ende: Nein, ich werde im Lichte des oben Gesagten mein feines Traktat „Traumatisierung durch Erholungsurlaubsabusus“, das sich mit den Auswirkungen von mehrwöchigem exzessivem Lesen, Liegen, Schlafen, Sonnen, Dösen, Meeresrauschenlauschen, Tentakeltierverzehr, Endzeitweltlaufen (dazu evtl. später mehr) und jenen Tätigkeiten, nach denen durchsonnte und durchblutete Körper üblicherweise verlangen, sich mit der daraus resultierenden Problematik also, des Zurückfindens in die schillernde Welt der Blogs, E-Mails, Fernsehshows, Tageszeitungen, Spielezeitschriften, Uhren (okay, das mit der Uhr ist leicht geflunkert – die ist mir wie ihre Vorgängerinnen versehentlich auf die Fließen gefallen), geschlossenen Schuhe und langen Hosen ausschweifend (und das noch viel viel ausschweifender als dieser Satz lang ist – versprochen) befasst, auf später verschieben müssen; nun ja, bis eben alle wieder bei Kräften sind. Die Wiedereingliederung sollte also heute mit einem Thema von gut verdaulicher Seichtigkeit beginnen, sprich der Medikation, vorliegend Valves Orange Pack gewordenes Schulterzucken bezüglich des Gedankens, es könnte unter den Käufern von Episode 2 oder Team Fortress 2 Menschen geben, die Half Life 2 und Episode 1 bereits besitzen. Dieses elende Pack (gnihi) lässt den Ärger über den ungewünschten Inhalt in der Tat schnellstens verrauchen und hilft sofort!

Episode 2 ist ein erfreulich bugfreier, kurz(weilig)er Shooter. Hat man am Schluss ein Dutzend Strider im Alleingang den Weg gehen lassen, den alle Kreaturen gehen müssen, die zu ihrem Unglück den unseres Autisten im Oranjehosenanzug, der nie grüßt, kreuzen, dann will man sich tatsächlich vor Freude die Combine-Innereien abwaschen, laut Juchhe rufen und Alyx endlich mal in den Po kneifen. Aber das geht natürlich nicht - warum zum Teufel eigentlich nicht!?

Team Fortress 2, ist knallig bunt, temporeich und sprüht vor Witz. Team Fortress 2 hat nur einen einzigen kleinen Haken: Möglicherweise legt man in Windeseile Gewicht zu und läuft fortan dröhnend lachend mit G-I-Joe-Restfrisur durch diese Welt.

Portal, tja, Portal: Man reduziere also Waffenarsenal und Gegnerschaft auf eine traurige eins, lasse Außenlevels Außenlevels sein, nur nicht hier drinnen, spare die patente Begleiterin ein, indem man selbst die Frauenrolle übernimmt, schraube die Spielzeit um einige Stunden runter, lasse also nur ein paar karge Räume mit kleineren Physik-Knobeleien übrig, dann wäre man ziemlich genau bei Portal angelangt. Und irgendwann, während man das spielt, weil man es halt kaufen musste, mitten in dem Erdenken eines Strafenkatalogs für schnarchige Knobelspielchen, wird man plötzlich vom eigenen irren Kichern herausgerissen. Was ich sagen will: Portal ist unfassbar fesselnd und witzig. Nur zu kurz, wie alles Gute und Schöne im Leben, einfach viel zu kurz. Steampack!

Ich – hasse – Dich – nicht.