Trainbuk

Sonntag, November 23, 2008

Wenn mal Luft sein sollte

…also falls die Geschichte dann irgendwann mal Pause hätte, meine ich, mit dem Bewerten bedeutsamer Präsidenten, Krisen, Affären und so, dann wäre es sehr schön, wenn sie sich zwischendrin kurz die Zeit nehmen könnte, um ein Urteil darüber zu fällen, wer von uns denn nun der Behandlungsbedürftigere gewesen sein mag: Derjenige, der ein Duschgel erdachte, das nach brasilianischen Kaffeebohnen duftet oder jener, der sich nach dem Aufstehen begeistert damit putzte und tagsüber heimlich verzückt an sich schnüffelte. Eilt aber nicht.

Samstag, März 29, 2008

Den Zauber bewahren

Heute mal ganz etwas Verrücktes getan: 20 Euros für das Buch eines mir bislang unbekannten Autors entrichtet, nur weil ich die Kritik auf dem Einband so pfundig fand. Selbstverständlich werde ich es nicht lesen! Ich will uns beiden die Enttäuschung ersparen „Sätze, die so schön sind, dass man sie siezen möchte“ am Ende doch bloß duzen zu müssen.

Freitag, März 21, 2008

Berufswünsche

In der Tat, der Junge hat den Enthusiasmus, den Gaumen und obendrein die Statur für einen ordentlichen Koch vorzuweisen. Unter uns gemurmelt, ich habe ihn sogar beim heimlichen Lesen von Mutters Kochbüchern ertappt. Ja, Koch ist zzt. die einzige Konstante in der Berufsplanung und wird nur manchmal aufgrund temporärer Amiserienschädigung um Alternativen ergänzt. Zu meinem Leidwesen gesellt sich neuerdings also der Gerichtsmediziner hinzu.

Nun weiß ich nicht recht, was mir die Aderbluttemperatur weiter unter den Nullpunkt sinken lässt: Die mich heimsuchenden Analogiefantasien angesichts des Zustands unserer Küche nach seinem Wirken oder die vorhersehbar böswilligen Gedanken diverser BIZ-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wenn sie etwas der Sorte „Filetierung oder Obduktion“ zur Antwort bekommen werden.

Sonntag, März 16, 2008

Wort

Jetzt, wo sich der Pulverdampf in meinem schönen Hessenland ein wenig verzogen hat, könnten ja nun der Polemik anheimgefallene Schlingelinen und Schlingel die Geschehnisse um den gebetsmühlenhaft beschworenen Aufbruch in die soziale Moderne dazu nutzen, diesen z. B. mit der preisgekrönten Freiwilligen Ausreise in ein Kuschelbettchen zu stecken.

Aber da sage ich ganz klar und deutlich: Das wäre schäbig und ist hier und heute nicht mit mir zu machen! Und nein, morgen auch nicht!

Assistance, bitte?

Heda! Wer sich der Team-Fortress-2-Eindeutschung oder der Beihilfe dazu schuldig gemacht hat, bitte hier […] derbe Verhöhnung denken und danach sofort beim Doc melden! Schnell, schnell!

Freitag, März 14, 2008

Knigge

Vorgesetze, die für sich in Anspruch nehmen, auf Firlefanz wie Grußformeln nicht wegen ihres übel nachgeredeten Sitzplatzes im Kinderstuben-D-Zug zu verzichten, sondern lediglich, weil sie den ganzen Tag hoch-, nein höchstkonzentriert durch die Gänge wandeln, gewännen übrigens viel an Glaubwürdigkeit, sähe man sie denn von Zeit zu Zeit einen ihrer eigenen Chefs über den Haufen rempeln oder wenigstens an einer angemessenen Zahl Türrahmen hängen bleiben.

Aktivist

Ich hänge das ja nicht so gerne an die große Glocke, aber beispielsweise habe ich diverse Finnen-Telefone in weiser, wenn auch unbewusster, Voraussicht schon lange vor dem gemeinen Volk oder gar den Spitzenpolitikern zurückgegeben: an Urinale, Waschbecken, Kaffeetassen und Qualitätsfliesen. Ich erwähne das auch nur für den Fall, dass Biographen irgendwann Material aus meinen jungen Jahren benötigen. Dazu noch ein kleiner Wink: Ja, ich besitze alte Grönemeyer-Scheiben – falls die eine oder andere Szene musikalisch etwas aufgepeppt werden möchte. Im Übrigen darf man sich sicher sein, dass so mancher Hersteller von Brillengestellen und -gläsern ebenfalls gehörig Dreck am Stecken hat. Auch hier wird mir die Geschichte am Ende Recht geben müssen.
Aber lassen wir die ollen Kamellen, kommen wir lieber zu meinem neuesten Coup: Da der Hauptsponsor meines geliebten Clubs, ein Vertreter der Haarkosmetikindustrie von respektabler Größe, eben diese Hauptsponsorentätigkeit einen Tag vor unserem Insolvenzantrag mir nichts dir nichts aufgekündigt hat, sehen ich und einige meiner Mitmitglieder nun keine Veranlassung mehr die Operation kreisrunder Haarausfall noch zu stoppen! In your face, Gellöckchen!

Samstag, Januar 05, 2008

Zeitvertreib

Gedankenregheit (immerhin)

Was mich - neben der Sorge, das Amt für Interpunktionsvergehen, Hauptsachgebiet Bindestrichverschwendung, könnte mir irgendwann auf die Schliche kommen - schon den ganzen Tag auf Trab hält: Wie zum Teufel löse ich diese Geld-zurück-Garantie der Rege-statt-träge-in-14-Tagen-Kampagne für meine zwei gefutterten Activia-Steigen möglichst diskret an der Real-Markt-Kasse ein?

Jungbrunnen

Mag sein, auch in Euren Bundesländern wird es nun sicher eine kurze Renaissance der alten Raucherromantik geben. Die Nikotinabusierenden werden sich schichtenübergreifend auf dem Raucherstrich vor der Türe versammeln und unter dem Druck der hämischen Kommentare zu einer gefühlten Sub- bzw. Freidenkerkultur zusammenschweißen lassen. Und zwar ungefähr so lange bis einem das penetrante gegenseitige Angewinsel über Kälte und Hexenjagd selbst auf die Nerven geht. Ach, fürchtet Euch nicht!

Genau, bleibt doch einfach oben im Büro und Ihr werdet Euch zur Belohnung plötzlich 20 Jahre jünger fühlen! Meine Güte, wie lange ist das jetzt her, als ich das letzte Mal heimlich auf dem Klo geraucht habe [hier bitte ein verträumtes Erinnerungs-„Hach“ denken].

Donnerstag, Dezember 20, 2007

Es ist im Übrigen gar nicht wahr, dass die Heranwachsendenhaltung nur mit Mühsal und Verdruss einhergeht. Nein, man lernt ja auch selbst etwas fürs Leben. Ich wüsste sonst beispielsweise nicht, dass ich den nächsten, der mich zu einer Party einlädt, einen schäbigen Lumpen schimpfen und ihm die Bekanntschaft kündigen muss: Wirklich coole und willkommene Leute werden nämlich auf Partey eingeladen!

[Bitte ungefähr wie dieses schreckliche langgezogene „Okay“ betonen, das picklige Partygänger/ innen immer von sich geben, wenn sie das, was man ihnen gerade erzählt, nicht auf Anhieb verstehen.]

Samstag, Dezember 15, 2007

Tipp des Tages

Sympathische Uhrendealer mit diesem drolligen Jogi-Löw-Akzent in der Vorweihnachtszeit nach Möglichkeit meiden!

Dienstag, November 13, 2007

Mustermanns Matrix

Dir, unglückseliger kleiner Max, sei hiermit im Vertrauen geflüstert, dass diese Welt in Wirklichkeit gar nicht aus tumb grinsenden Erwachsenen besteht.

Na ja, zumindest nicht ausschließlich.

Sonntag, November 11, 2007

Big Sister

Liebe Frau Zypries,

ich erwarte übrigens unaufgeforderte monatliche Berichte seitens der für mich zuständigen Dienste und / oder sonstigen Ermittlungsbehörden, in denen meine Telefon-, Internet- und Handyrechnungen von Amts wegen auf ihre sachliche und rechnerische Richtigkeit geprüft werden und gegebenenfalls um Sachstandsmitteilung wie man meinen gierigen Telekommunikationsvertragspartnern in den Hintern zu treten gedenkt. Vorab dankbar verbleibend,

Ihr Trainbuk